Elvis Presley (1935-1977) The King of Rock'n'Roll
           
Biografie http://de.wikipedia.org/wiki/Elvis_Presley
Offizielle Homepage http://www.elvis.com
Elvis Show Fan Club Switzerland http://www.elvis.ch
     
Elvis Aron Presley wurde am 8. Januar 1935 im Staat Mississippi geboren. Sein Zwillingsbruder Jesse Garon starb bei der Geburt. Elvis wuchs als Einzelkind in ärmlichen Verhältnissen auf. Seit frühester Kindheit sang er im Kirchenchor Gospels und sowohl der im Mississippi-Delta beheimatete Blues als auch die Country-Musik prägten ihn. Er träumte von einer besseren Zukunft als erfolgreicher Musiker.

Nach dem Umzug der Familie Presley in die aufstrebende Metropole Memphis war dies für ihn die richtige Umgebung, seine Träume wahr werden zu lassen. Hier prägten Blueslegenden wie B.B. King die Musikszene. Sehr massgeblich für seine musikalische Karriere war schließlich auch der Umstand, dass seine Eltern ihm 1945 zu seinem 10. Geburtstag nicht das gewünschte Fahrrad und Luftdruckgewehr schenken konnten. Er erhielt stattdessen eine Gitarre, die er ohne Unterricht und Notenkenntnisse schon nach kurzer Zeit zu spielen verstand.
  

  
Nach der Highschool arbeitete Elvis als Elektriker und Lastwagenfahrer, während er nebenbei mit seiner Band in Studios vorspielte. Sam Phillips, Inhaber der Sun-Studios und Liebhaber und Produzent der schwarzen Musik, war seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Sänger mit dem „besonderen Sound“ und vor allem mit einem ausgeprägten Rhythmusgefühl, denn er sagte einmal voraus: „Wenn ich einen weissen Mann finden könnte, der die Stimme und das Einfühlungsvermögen eines Schwarzen hat, dann könnte ich eine Million Dollar machen“.
 

Durch die spezielle Klangfärbung von Elvis’s Stimme wurde er auf diesen aufmerksam. Bereits seine erste Single „That’s all right, Mama“ (1954) brachte den Durchbruch und der Produzent behielt mit seiner Vorhersage Recht.

Mit seiner Musik, die Elemente des Rhythm and Blues und der Countrymusic aufgriff, mit seiner weichen, vibratoreichen Stimme, der öffentlich zur Schau gestellten Erotik seines Hüftschwungs und seinen körper- und aktionsbetonten Bühnenauftritten, die für unzählige Rockmusiker zum Vorbild wurden, repräsentierte Elvis das Aufbegehren der damaligen Teenagergeneration gegen Elternhaus und Gesellschaft und begründete seinen riesigen Erfolg auf der ganzen Welt.

Vom 1. Oktober 1958 bis 2. März 1960 wurde Elvis in die Army einberufen und war in Friedberg (Hessen) stationiert.

Während der 1960er-Jahre konzentrierte er sich dann praktisch ausschliesslich auf die Filmarbeit in Hollywood und wirkte als Schauspieler und Sänger in über 30 Filmen mit.

(Hier mit Ursula Andress im Film „Fun in Acapulco“, 1963)

Anfang 1969 machte er das erste Mal seit vielen Jahren wieder Tonaufnahmen in seiner Heimatstadt Memphis. Diese Sessions brachten nicht nur die beiden Hit-Alben „From Elvis in Memphis“ und „Back In Memphis“ hervor. Hier entstanden ausserdem die Welthits „Suspicious Minds“ und „In the Ghetto“, die Elvis nach acht Jahren Nummer-1-Hit-Flaute weltweit wieder zurück an die Spitze der Charts brachten. Nach sehr erfolgreichen Tourneen durch die USA und Gastspielen in Las Vegas war im Januar 1973 ein weiterer Höhepunkt die Fernseh-Show „Elvis – Aloha from Hawaii“, die via Satellit ausgestrahlt wurde. Dies war das erste Konzert, das weltweit live gesehen werden konnte und über eine Milliarde Menschen vor den Fernseher lockte. Es haben dabei mehr Menschen das „Aloha-from-Hawaii“-Konzert live mitverfolgt als vier Jahre zuvor die erste Mondlandung.

Elvis absolvierte in seinen letzten Lebensjahren einen Konzertmarathon durch die USA von mehr als 150 Shows pro Jahr. Die freie Zeit verbrachte er meist zurückgezogen. Er kämpfte in dieser Zeit nach Aussage von Freunden mit erheblichen persönlichen und wirtschaftlichen Problemen. 1973 wurde seine Ehe mit Priscilla Presley geschieden und aufgrund seiner verschwenderischen Grosszügigkeit und ungünstigen Verträgen besass er zum Zeitpunkt seines Todes trotz Plattenverkäufen im dreistelligen Millionenbereich an Vermögen nur sein Haus Graceland und 1,2 Millionen Dollar auf seinem Girokonto, um die laufenden Kosten zu decken.

Als Elvis, gezeichnet von Esssucht und Drogenmissbrauch, 1977 an Herzversagen starb, versammelten sich noch am Todestag Hunderte von Fans vor seinem Anwesen. Die Verehrung von Elvis dauert bis heute an: Jährlich pilgern rund 700'000 Besucher nach Graceland, das damit – neben dem Amtssitz des amerikanischen Präsidenten – das meistbesuchte Haus der USA ist. Ausdruck eines ungebrochenen Starkults sind auch die vielen Imitatoren, die es bereits zu Elvis’ Lebzeiten gab. Elvis betrachtete diese Nachahmer mit dem von ihm bekannten Humor. Er soll sogar einmal inkognito an einem Wettbewerb für Elvis-Imitatoren teilgenommen und den dritten (!) Platz belegt haben.

   

Quellen: Geo Themenlexikon Musik, Brockhaus Mannheim, 2008; Wikipedia (de), Elvis Presley